Alltag

24Sept2013

Uni

Ich bin Student der Universität Göteborg. Diese ist in unzähligen Fakultäten aufgeteilt, welche sehr zentral zerstreut sind. Mein Semster hier ist in vier Quartale aufgeteilt. Pro quartal besuche ich einen Kurs, diese sind ausschließlich für internationale Studenten. Und damit werden diese natürlich auch auf englischer Sprache geführt, was das Verständnis der aber nicht erschwert. Dieser Kurs findet zwei mal die woche statt. Dafür wir aber gefordert, dass man viel mehr eigenständig erarbeitet und liest, was aber im Seminar selbst nicht zur Rede kommt. Um die Leistungspunkte zu erhalten musste ich ein Gruppenreferat halten und noch ein 6- 8 Seitiges essay abgeben. Dafür wird die eigenständig erarbeitete Lektüre als Beleg und für Zitationen vorausgesetzt. Von Lehrmethodik und Didaktik her gibt keine großen unterschiede, zumindest in meinem Seminar nicht. Allerdings redet man alle Leute mit dem Vornamen an, egal ob Professor oder Präsident.

 

Supermarkt und Systembolaget                                                                            

Fast alle Supermärkte sind 7 tage die Woche auf und das von morgens bis spät Abends. Grundnahrungsmittel sind ca. doppelt so teuer, Fleisch 3-5 mal teurer als in Deutschland. Im Supermarkt oder sonstigen Läden bekomtm man keine alkoholischen Getränke mit einem Volumenanteil von über 3,5%. Alles was darüber enthält bekommt man nur im verstaatlichten Laden “Systembolaget“. Dieses bildet damit einen Monopol im Einzelhandel was alkoholische Getränke mit über 3,5% angeht. Diese Alkoholpolitik geht zurück auf die Abstinenzbewegung des 19. Jahrhunderts in Schweden, die als Reaktion auf die umfassenden sozialen Probleme im Zusammenhang mit dem straken Alkoholkonsum dieser Zeit ( nach Schätzung etwa das vier- bis fünfache des hetigen Konsums) entstand.


Clubs                                                                                                                            

Die Disktheken schließen unter der Woche um 03:00 Uhr und einige Samstags um 05:00 Uhr. Daher hat man es sich angewöhnt relativ früh vorzutrinken wir beginnen teilweise schon am Nachmittag, weil die ERASMUS-Partys sogar schon um 00:00 Uhr und 01:00 Uhr endeten. Clubs habe ich bisher eher selten besucht, weil diese sehr teuer sind, für den Eintritt alleine zahlt man zwischen 15- 25€. Die getränke sind auch dementsprechend teuer.

ERASMUS-Veranstaltungen                                                                                              

Oft ist der Wochenplan mit den ERASMUS-Veranstaltungen belegt. Beispielsweise waren vergangene veranstaltungen eine City-challenge, Party in einer Shoppingmall, Feier mit Livebands, internationales Dinner mit den typischen Gerichten aus den verschiedenen Nationen.....etc.

Afterwork.                                                                                                                  

 In der Regel am Freitag zwischen 16 und 19 Uhr bieten zahlreiche Restaurants in den schwedischen Städten Afterwork, was nichts anderes ist als freier Zugang zu einem Buffet mit einem Glas Bier oder sonstigen Getränken, zu sehr günstigem Preis. Das Buffet kann eine Salatbar sein, aus Tapas bestehen oder andere kleinere Gerichte beinhalten. Die Preise sind, je nach angebotenem Buffet sehr unterschiedlich und beginnen bei etwa 4 Euro. In Göteborg findet man auch Restaurants, die Afterwork am Donnerstag oder selbst von Montag bis Freitag anbieten. Ich habe mir mit einigen anderen Auslandsstudenten vorgnommen jeden Frreitag mal die Buffets der verschiedenen Bars und Restaurants in Göteborg auszukosten.

Fersehen/Kino                                                                                                                

 Das schwedische Fernsehen wird nicht synchronisiert, das heißt die Filme sind immer in der Originalsprache (meistens Englisch) und es gibt lediglich schwedische Untertitel. Was die guten Englischkentnisse der Schweden erklärt.

 

Noch ein paar Random-Bilder:

          


 

    

Neuer Beginnn

31Aug2013

Hey Leute,

Ich bin gut in Göteborg angekommen und habe die ersten Tage hinter mir. Ich wohne in einem recht großen Einzelzimmer, im Wohnheim, mit einer größe von 35m² mit eigenem Badezimmer und eigener Küche. Verständlicherweise bin ich im Trackt mit den anderen Austauschstudenten aus aller Welt, wie Grichenland, Frankreich, sogar Chinesen und Japaner habe ich getroffen. Bisher habe ich in meinem Flur ausschließlich Frauen gesehen, ich hoffe noch ein paar jungs zu treffen. Netterweise hat mir der Vormieter genügend Zeugs da gelassen, so dass man irgendwelche Haushaltswaren eigentlich gar nicht neu kaufen muss. Alles in allem ist es genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Nur dass es bisher doch ruhig für ein Studentenwohnheim ist. Sind wohl noch nicht alle da, bzw. man ist ja auch erstmal den ganzen Tag unterwegs, ein Paar Dinge erledigen.

Bisher habe ich die Tage hauptsächlich mit den Willkommensveranstaltungen verbracht, wo ich einige nette Leute aus Spanien, Frankreich, Litauen, Österreich, Tschechien und Deutschland kennen gelernt habe. Man muss sagen, dass sehr viele Deutsche oder deutschsprachige ERASMUS-Studenten hier sind. Zurzeit bin ich mehr “deutschen“ als anderssprachigen Studenten begegnet. Man merkt auch schon wie sich unter den Nationalitäten Gruppenn bilden, was sehr schade ist.

Hier einige Bilder aus den Willkommenstagen:

Ansonsten habe ich mir mit meiner griechischen Nachbarin, Anny, die Stadt bei Nacht angeschaut, wobei wir auch schon von einem betrunkenen Schweden angesprochen worden sind, mit dem wir dann eine kurze Weile spaß hatten. Man muss sagen, dass die Englischkenntnisse der schweden hervorragend sind und es ihnen auch nichts ausmacht Gespräche auf Englisch zu führen. Ich selbst habe doch etwas gebraucht mich am Englisch sprechen zu gewöhnen aber jetzt macht es mir sogar schon spaß; was die ganze Situation und das Lebensgefühl hier nochmal besonders macht.

Freitag Abend war ich in einer Bar, die in einer Kneipenstraße liegt. Ich war dort zum Supercup schauen mit Patrick, einem deutschen Austauschstudenten aus Freiburg, verabredet. Die Bier- und Essenspreise sind deutlich höher als in der Heimat, für ein Bier (0,5l) zahlt man 54 SEK, was ca. 6,75€ sind. Auch dort haben wir schwedische Bekannschaften geschlossen, mit zwei Jungs und einem Mädel. Diese haben uns dann Snus angeboten, was ich mir schon vorgenommen hatte mal zu probieren, wenn ich hier drüben bin. Als Snus [snʉːs] (in Österreich und in der Schweiz häufig auch Snüs) wird eine in Norwegen und Schweden verbreitete Form von Oraltabak bezeichnet. Snus ist ein mit Salzen versetzter Tabak, der unter die Ober- oder Unterlippe gesteckt wird. Dabei wird auf die Anwendungsdauer gesehen mehr Nikotin resorbiert als es bei einer Zigarette der Fall ist. Das Salz dient dazu, den pH-Wert im Mund aufrechtzuerhalten, was die Resorption des Nikotins begünstigt.(Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Snus)

Schon ungefähr nach einer Minute habe ich den Nikotin gespührt und war im Tabakflash :D dabei hatte ich nur die leichte Variante probiert^^ Die Schwedin, welche es mir gegeben hatte sagte, dass die Wahrschienlichkeit von Snus abhängig zu werden sehr viel höher ist als bei Zigaretten, da die Nikotinkonzentration viel stärker ist, was ich auch deutlich gemerkt habe. Nach dem Spiel sind wir dann aber auch wieder nach Hause, da unsere letzten Tage durch das früh aufstehen und dem wenigen Schlaf anstrengend waren.

Und gestern habe ich mit einer Erasmustruppe auch mal eine der vielen götheburger Inseln besucht:

 

 

Viele verschiedene Eindrücke sind auf mich zugekommen, die ich verarbeiten muss. Man muss sich zunächst mal orientieren und zurechtfinden in der neuen Umgebung und im neuen Leben. Erstmal wird man mit vielen Informationen überhäuft und muss sich um einige Dinge kümmern, aber es ist auch sehr aufregend und macht spaß. Außerdem ist es auch ein unglaublich geiles Gefühl in einem Land unterwegs zu sein, in dem vieles fremd und neu ist, und man eine neue Kultur erleben kann.



Warum Schweden? Mein erster Eintrag.

24Aug2013

 

Schweden - das Land der tausend Seen, aber auch der eisigen Winter und karger Hochebenen. Warum sollte man in einem solchen Land einen Teil seines Studiums verbringen wollen, obwohl man auch in den sonnigen Süden Europas gehen könnte?

Das Ziel des Erasmusprogramms ist es meiner Meinung nach, genau solchen Vorurteilen entgegen zu treten und offen für neue Kulturkreise zu sein um den eigenen Horizont zu erweitern. Ich begeistere mich nicht nur für die reizvolle Landschaft dieses Landes, sondern auch für die Naturverbundenheit der Schweden. Neben den interkulturellen Erfahrungen freue ich mich darauf die Stadt Göteborg mit ihrem reichen Kulturangebot und ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Schärengarten, das alte Stadtviertel Haga, Hafen Lilla Bommen, Viermastbark Viking, Götaplatsen, Festungsanlage Skansen Kronan, Skanskaskrapan sowie der Brudaremossensender sowie die Festung Nya Elfsborg zu erleben.

Genug geschwärmt :P

Am 28. August beginnt mein neues Leben. Auf dem letzten drücker habe ich noch ein Zimmer im Studentenwohnheim Rosendal I bekommen; dadurch, dass ein Student abgesagt hatte, bin ich in der Warteliste reingerutscht. Da auch alle anderen Vorkehrungen getroffen sind, kann ich endlich in aller Ruhe dort ankommen. Ich werde ausführlicher berichten wenn es dann konkreter wird!       

Ich habe mich entschieden einen Blog zu eröffnen, um die Erfahrungen und Erlebnisse, welche mich prägen, villt sogar verändern werden, mit euch teilen zu können. Ich möchte, nach außen tragen, was mich bewegen wird, was auf meine Gedanken und meine Einsichten einwirken wird. Neben dessen werd ich natürlich auch Einträge über die ganzen spaßigen Geschehnisse die zum Auslandsemester dazu gehören veröffentlichen ;) Ich freue mich über jeden Interressierten und jedes Kommentar :)